19
Mai09

CERNs Teilchenbeschleuniger wieder fit

teilchenbeschleunigerDas europäische Kernforschungs-Zentrum CERN hat die Reparaturarbeiten am “Large Hadron Collider” (LHC) fast abgeschlossen. Ende Juni 2009 soll es wieder erste Testläufe geben.

Die fehlerhafte elektrische Verbindung zwischen zwei Magneten galt als Ursache für den Defekt am 19. September 2008. Von den beschädigten Magneten im Sektor 3 – 4 trat das Kühlmittel Helium aus. Von den rund 1.800 Supraleiter-Magnete mussten 53 ausgebaut werden, wovon 37 letztendlich ersetzt wurden. Die Magnete sorgen dafür, dass die Teilchen auf die ringförmige Bahn des LHC gelenkt werden, denn von sich aus würden sie bei Lichtgeschwindigkeit nur geradeaus fliegen.

Der “Large Hadron Collider” (LHC) ist der größte und leistungsfähigste Teilchenbeschleuniger der Welt. Er ist in einem 27 Kilometer langen unterirdischen Tunnel untergebracht, der zwischen dem Genfer See und dem französischen Jura liegt. Verläuft alles nach Plan, soll noch dieses Jahr im LHC der “Urknall” simuliert werden.

Higgs-Teilchen

Ziel der Forscher ist die Simulation von Bedingungen, wie sie in einer extrem frühen Phase des Urknalls vor rund 13,7 Milliarden Jahren geherrscht haben. Dabei hofft man unter anderem das so genannte Higgs-Teilchen zu finden, nach dem die Teilchenphysiker schon lange Zeit suchen. Vor 40 Jahren hatte Peter Higgs die Existenz eines speziellen Felds postuliert, welches das ganze Universum durchdringen soll und Elementarteilchen ihre Masse verleiht, aber bisher konnte es noch nie nachgewiesen werden.

Schwarze Löcher

Unumstritten ist der Teilchenbeschleuniger in CERN keineswegs. Es gab schon zahlreiche Unterlassungs-Klagen von Forschern mit der Begründung, dass in dem Experiment schwarze Löcher entstehen könnten die in einer bestimmten Zeit die Erde verschlucken. Einen Einblick in die Problematik kann man sich mit nachfolgendem Video verschaffen.

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