02
Feb09

Don’t be evil Google

datenschutzGoogle, ein junges hippes Unternehmen mit dem Motto: “Don’t be Evil!” erobert die Welt. Die innovativen und kostenlosen Services von Google sind heiß begehrt und werden weltweit immer mehr genutzt. Google, ein Wohltäter mit falscher Fassade.

Als Google einst von den beiden Stanford Idealisten Larry Page und Sergei Brin gegründet wurde, waren die Gedanken wirklich noch gemeinnützig. Jeder sollte Ihre Software kostenlos nutzen und davon profitieren können. Doch von diesem Idealismus ist heute nur mehr wenig übrig geblieben.

Google hat sich beständig zu einem der mächtigsten IT-Unternehmen der Gegenwart entwickelt und Milliarden auf die Bankkonten der Google-Gründer befördert. Verdient wird hauptsächlich über Werbeeinnahmen durch die beiden Services AdWords und AdSense. Damit Google nicht die innovativen Services ausgehen werden erfolgsversprechende Start-Ups gerne aufgekauft, man denke nur an YouTube, Feedburner, Picasa, oder aber auch an den umstrittenen DoubleClick-Deal.

Datenkrake Google

Wie zuvor schon erwähnt sind alle Services von Google kostenlos, lediglich ein paar Werbeeinblendungen am Rande sind zu ertragen. Wo also liegt der Haken? Wenn man hinter die Fassade Googles blickt müssen sie sehr wohl für die genutzten Services bezahlen, nur bezahlen Sie nicht mit Geld sondern mit Ihren persönlichen Daten!

Google ist ein riesiger Informationssammler, der alles Erdenkliche abspeichert und zu gegebener Zeit auswertet. Vor allem jene Personen, die bei Google einen Account besitzen und mehrere Services nutzen spielen Google damit sehr wertvolle persönliche Informationen zu ohne darüber Bescheid wissen! Aber auch Personen ohne Account hinterlassen Spuren, gespeichert wird alles was in die Suchmaschine eingetippt wird: der Begriff samt Datum und Uhrzeit, Ihr Browsertyp mit Betriebssystem, woher Sie kommen,… einfach alles.

Manche mögen sich jetzt denken, naja das kann Google doch ruhig wissen, nur weiß niemand genau was Google wirklich mit den Daten vor hat! Werden die Daten analysiert, ausgewertet, verkauft,… man weiß es nicht und genau das ist das Problem! Google sitzt auf einem der größten Wissensschätze der mit speziellen Data-Mining Methoden zu einer waren Goldgrube werden kann. An diesem Wissensschatz könnten natürlich auch andere Institutionen interesse haben, der Staat, das Militär, Geheimdienste, aber auch die Werbeindustrie und vielleicht sogar Ihr Arbeitgeber.

Webhistory weiß alles

All jene die einen Google-Account besitzen sollten einmal genau darauf achten welche Services Sie nutzen, denn Google legt automatisch das Service “Webhistory” an. “Webhistory” speichert all Ihre Aktivitäten die sie im Internet tätigen, welche Seiten sie besuchen samt Datum und Uhrzeit. Google begründet dieses Tool damit, dass sie jederzeit nachschauen können was sie sich angesehen haben und um welche Uhrzeit, nur welchen Nutzer will das? All jene die einen Account besitzen sollte dieses Service gleich raus löschen!

Datenstriptease mit GMail

Der E-Mail-Dienst von Google, genannt GMail, wird von Datenschützern heftig kritisiert und es wurde sogar schon mehrmals versucht eine Abstellung zu erzwingen. Das Datenschutzproblem von GMail liegt darin, dass all Ihre E-Mails komplett gescannt und analysiert werden. Laut Google aber ein nötiger Schritt um SPAM-Mails zu erkennen… Konkret bedeutet das, je mehr E-Mails sie senden ober empfangen, umso ausführlicher wird Ihr Profil bei Google! Die Benutzer sehen über dieses “kleine Detail” gerne hinweg, denn GMail bietet wesentlich mehr Speicherplatz als vergleichbare Dienste und der Aufbau fällt auch wesentlich innovativer aus.

Mehr zu dem Thema

Für alle jene die jetzt schon mehr zu diesem Thema erfahren wollen, denen kann ich nur das Buch: “Die Google Falle” von Gerald Reischl ans Herz legen. Zu dem Buch gibt’s übrigens auch eine eigene Webseite: www.googlefalle.com

Weitere Beiträge wirds natürlich auch auf meinem Blog geben, als schaut doch wieder vorbei ;-)

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